Bedeutungsverlust

Der Bedeutungsverlust der Mühlbach-Kraftwerke mit steigendem Energiebedarf

Der schnell wachsende Energiebedarf führte schon sehr bald dazu, dass wesentlich leistungsfähigere Kraftwerke benötigt wurden. Bereits in den Jahren 1906 bis 1908 wurde das erste Isarwerk errichtet, 1921 bis 1923 die beiden weiteren Isarwerke 2 und 3. Von größter Bedeutung für die Energieversorgung Bayerns jedoch dürfte das von Oskar von Miller projektierte und am 21.06.1918 durch den bayerischen Landtag genehmigte Projekt des Walchenseekraftwerkes gewesen sein, das am 24.01.1924 in Betrieb genommen wurde. Mit dem Aufbau eines landesweiten Hochspannungs-Stromnetzes war es nicht mehr erforderlich, den elektrischen Strom in räumlicher Nähe seiner Verbraucher zu erzeugen. Die Bedeutung des Mühlbaches als Energieträger nahm in dieser Zeit ab, nicht nur, was die Erzeugung elektrischer Energie anbelangte, sondern auch die Abfassung mechanischer Energie, die mittels Elektromotoren nunmehr an beinahe jeder gewünschten Stelle verfügbar wurde.

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Energieausbeute ausgewählter Wasserkraftwerke

In den Jahren 1960 bis 1979 ist der Verbrauch an elektrischer Energie je Einwohner von 1.000 kWh auf 3.200 kWh angestiegen. In Verbindung mit der wachsenden Einwohnerzahl führte dies zu einem Energiebedarf, der auch mit den drei Isarwerken und den insgesamt 6 nach 1955 gebauten Wärmekraftwerken nicht mehr gedeckt werden konnte. Überregionale Versorgungskonzepte, so die 25 %ige Beteiligung der städtischen Elektrizitätswerke am Kernkraftwerk Isar 2 in Ohu, sollten den Durst der Stadt nach immer mehr Energie stillen. Unter der Annahme, dass mit Kernenergie elektrischer Strom in beinahe beliebiger Menge, vor allem aber zu günstigem Preis erzeugt werden könne, wurden regionale Anlagen zur Stromgewinnung als unrentabel angesehen und vernachlässigt.

Erst die Energiekrise in den 70er Jahren und die überproportionale Verteuerung des elektrischen Stromes in den Folgenjahren ließen lokale Energiekonzepte wieder interessant erscheinen.

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