Der Stand heute

Derzeit gibt es entlang des Auer Mühlbaches drei Anlagen zur Erzeugung elektrischer Energie. Eine davon ist noch immer das Maxwerk (mit der offiziellen Anschrift Max-Planck-Straße 2), welches trotz vergleichbar geringer Energieausbeute (gemessen an den an der Isar befindlichen Werken) sicher auch aufgrund seines wartungsarmen Betriebes und seiner historischen Besonderheit bis heute überlebt hat.
Im Zuge der Sanierung 1953 wurde die Francis-Turbine gegen eine Propeller-Turbine ausgetauscht, Jahre 1976 musste der ursprünglich montierte Gleichstromgenerator einem Drehstrom-Asynchron-Generator weichen. Die Leistung konnte mit dieser Kombination auf ca. 410 kW gesteigert werden, das entspricht einer jährlichen Strommenge von 2,7 Mio. kWh.
Das Kraftwerk der Krämer-Mühle leistet 130 kW, erbringt damit ein Drittel des von der Mühle selbst benötigten Energiebedarfs.
Das Kraftwerk "Bäckermühle" von Günter Tremmel leistet heute rund 138 kW.

Dass das Thema Stromerzeugung am Auer Mühlbach mit den drei bestehenden Anlage keinesfalls am Ende angelangt ist zeigen jüngste Planungen der M.A.M.M.U.T. Electric GmbH, die beabsichtigt, auf Höhe des ehemaligen Muffatwerkes eine neue Turbinenanlage zu errichten (Bekanntmachung vom 10.10.2001). Die dort durch Aufstauung erreichbare Netto-Fallhöhe des Baches von 3,78 m erlaubt es, eine über einen Zuströmtrichter der Firma Escher-Wyss gespeiste Kaplan-Rohrturbine mit einem Laufrad von 1,45 m Durchmesser und einer Wellenleistung von 341 kW anzutreiben (Wellendrehzahl 273 U/min). Der daran über Riemen gekoppelte Generator soll aufgrund des äußerst günstigen Wirkungsgrades der Anlage von über 90 % ca. 300 kW Strom in das öffentliche Netz der Stadt einspeisen. Wie bereits beim Bau des Maximilianswerkes vor über 100 Jahren sollen auch beim Bau der neuen Anlage am Muffatwerk landschaftspflegerische Elemente besondere Beachtung finden. So wird der bei Turbinenanlagen zur Abhaltung von Treibgut erforderliche Rechen nicht wie sonst üblich unmittelbar vor dem Kraftwerk angebracht, sondern bereits vor der Ludwigsbrücke am Rentamtssteg. Dies ist erforderlich, weil Zwischenlagerung und Abtransport von angeschwemmtem Treibgut zu unerwünschten Beeinträchtigungen im landschaftlich sensiblen Bereich um Muffathalle und Müller"schem Volksbad führen würden.

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