Kuriosa

Filmplakat

Filmplakat

Kettenkarussell
Quelle: "Mit Romantik hat unser Beruf nichts zu tun" Leseprobe Anni Kalb

"Die Geschäfte laufen gut, die Familie spart und so kann sich Vater Kalb einen Traum erfüllen: Von der Berliner Firma Gundelwein und Fischer läßt er sich einen großen Kettenflieger bauen, geschmückt mit Leinwandmalereien von Konrad Ochs. 1919 steht das prächtige Karussell erstmals am Gebsattelberg zur Mai-Dult. Bierfässer werden untergelegt, damit der Flieger gerade steht. Die Dulten sind damals viel größer als heute und ziehen sich weiträumig durch das Viertel. Einmal, erzählt Anni Kalb, steht das Karussell nahe am Auer Mühlbach, da hat"s dann eine in den Bach neigschleudert - die hat die Ketten aufgmacht."

Ertränkte Katzen
Quelle: Giesing, Vom Dorf zum Stadtteil Buchendorfer Verlag, Vorstadt Reise nach Giesing (Ernst Hoferichter)

Der Mühlbach fließt wie eine Kinderzeichnung im Fahrschritt durch diese Winzigkeiten, und man glaubt ihm nicht, daß er ertränkte Katzen in seinen Wellenschlag aufnehmen könnte.

Waffensuche
Quelle: Giesing, Vom Dorf zum Stadtteil Buchendorfer Verlag, Der weiße Terror

Am 2. Mai 1919 war die rote Armee geschlagen und das Stadtviertel (Giesing) - befreit - wie die Sieger sagten. Das Militär (Oberst Epp, dessen Bayer. Schützenkorps zusammen mit dem Freikorps Liftl Obergiesing kontrollierte, schlug sein Hauptquartier in der Schmederervilla am Nockherberg auf) richtete sich ein und bereitete sich auf die 'Säuberung und Befriedung' Giesings ein. Systematisch wurden nun die Häuser durchsucht, um am 7. Mai 1919 wurde sogar der Auer Mühlbach abgelassen, um ihn nach Waffen abzusuchen.

Nacktszenen
Quelle: Gerücht

Nach Erzählungen Auer Bürger (?) soll die berühmte Nacktszene aus dem Film "Die Sünderin" mit Hildegard Knef, die das Nachkriegsdeutschland ziemlich aus der Fassung brachte, am Auer Mühlbach, angeblich im Garten des ehemaligen Standesamtes, entstanden sein.

Natürliche Vorkommen an Wasserschweinen

Der Auer Mühlbach ist eines der wenigen Gewässer in Mitteleuropa mit natürlichen Vorkommen von Wasserschweinen. Sie glauben das nicht? Zwei Beweise:

Quelle: Münchner Stadtchronik, Juli 2004, vor 75 Jahren
Wilde Jagd
8. Juli 1929: "Am Montag vormittag ereignet sich eine aufregende Jagd auf ein aus dem Tierpark Hellabrunn entweichendes Wasserschwein, das den Auer Mühlbach entlang schwamm. Nach großer Mühe, so mußte der Auer Mühlbach trockengelegt werden, gelingt es, das Tier zu fangen."

Quelle: Bericht der Münchner Berufsfeuerwehr vom 12.07.2005 (Zellstraße, 11:45 Uhr):

Heute Vormittag ereignete sich eine aufregende Jagd auf ein aus dem Tierpark Hellabrunn entwichenes Wasserschwein, das den Auer Mühlbach entlang schwamm.
Das Wasserschwein, das ursprünglich aus Südamerika stammt, war schon seit gestern Abend abgängig. Spaziergänger hatten es im Wasser bemerkt und die Polizei und Feuerwehr verständigt. Einem Team von Tierparkpflegern, ausgerüstet mit Keschern, unterstützt durch die Besatzung eines Hilfeleistungslöschfahrzeuges von der Hauptfeuerwache gelang es schließlich das ca. 20 Kg schwere Schwein beim Auftauchen mit dem Kescher einzufangen. Mit vereinten Kräften wurde es in die Tierfangkiste gehievt und nach Hause nach Hellabrunn gebracht.

Retter in der Not

Retter in der Not

Die Berufsfeuerwehr München und Helfer des Tierparks Hellabrunn fangen ein ausgebüchstes Wasserschwein wieder ein. (Fotos mit freundliche Genehmigung der Pressestelle der Münchner Berufsfeuerwehr)

Schwimmkurs für einen Rauhaardackel

Aus einem Bericht der Pressestelle der Münchner Berufsfeuerwehr (www.feuerwehr-muenchen.de):

Mittwoch, 10. Mai 2006, 15.36 Uhr; Max-Plank-Straße
Viele Schutzengel hatte am heutigen Nachmittag ein sechs-jähriger
Rauhhaardackel. In seinem Jagdtrieb verfolgte er einen kleinen Igel, den er in
einem Gebüsch aufgestöbert hatte. Dabei rutschte der kleine Hund ab und stürzte
in der Auer-Mühlbach. Kurz darauf verschwand er im unterirdischen Teil des
Gewässers.

Ein aufmerksamer Passant setzte sofort den Notruf über 112 ab. Er konnte der
Einsatzzentrale eine detailierte Ortsbeschreibung liefern, wo das Tier
verschwunden war.

Die Einsatzkräfte der Feuerwachen Mitte und Ramersdorf suchten den Bereich
ab, an dem der Bach wieder zugänglich wird. Rein zufällig entdeckten sie den
unfreiwilligen Schwimmer in einem Vorbecken eines kleinen Kraftwerkes. Bevor
er in die Turbine gesaugt wurde, griff ein Feuerwehrmann beherzt zu.
Nach der Trockenlegung durch die Feuerwehrbeamten konnte der kleine
Ausreißer unverletzt seinem überglücklichen Frauchen übergeben werden.
(ze)

Kurz bevor er in die Turbine beim Maxwerk eingesaugt wurde, konnte der Dackel von der Münchner Berufsfeuerwehrgerettet werden.

(W)uff! Erschöpft, nass - aber in Sicherheit. Der 6-jährige Dackel mit seinen Rettern. (Fotos mit freundlicher Genehmigung der Pressestelle der Berufsfeuerwehr München)

60er-Fans als Masochisten

Während der FC Bayern vergangenes Wochenende pompös einen weiteren deutschen Titel feierte, behalten die Stammgäste im Löwenstüberl in Giesing ihre Löwen zumindest
tief im Herzen: "Mir samma Masochisten", sagt Willi, "des muasst sei. Sonst hätt" ma
uns scho lang in Mühlbach neigschmissn. Aber traurig is."
(Der Spiegel 20/2006, Seite 68, 15.05.2006)

Der Auer Mühlbach taucht ab.

In eigener Sache: Wir sind laufend bemüht, die Seiten auf den aktuellen Stand zu halten. Aus zeitlichen Gründen gelingt uns das immer nicht. Wenn sie wissen wollen, was gerade aktualisiert oder ergänzt wurde, schauen sie einfach unter Aktuelles nach.