Anträge des TEAMs Auer Mühlbach

Die Anträge des TEAMs Auer Mühlbach zur Einwohnerversammlung am 14. März 2002

Ablehnung des Objektes "Blumenbank am Mühlbachufer"

Antragsteller: Bettina Messinger, Martin Messinger (TEAM Auer Mühlbach)
Die Einwohnerversammlung möge beschließen:
Die Einwohnerversammlung lehnt die Realisierung und Installation des von der Kunstkommission der Landeshauptstadt München im Rahmen eines Wettbewerbes ausgewählten Objektes "Blumenbank am Mühlbachufer" von Olaf Nicolai ab.
Begründung:
Weder bei der Ausschreibung des Wettbewerbes noch bei der Entscheidung der Kunstkommission fand eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger oder des zuständigen Bezirksausschusses statt, obwohl dies der Stadtrat 1992 so beschlossen hat.

Das Objekt "Blumenbank am Mühlbachufer" geht in keiner Weise auf den Auer Mühlbach und dessen Wiederöffnung nach fast 100 Jahren Am Neudeck ein. Der zur Gestaltung ausgewählte Bunker war zum Zeitpunkt der Auflassung 1905 noch gar nicht vorhanden.

Eine tatsächliche Realisierung des Kunstobjektes würde hinsichtlich dessen dominierender Wirkung die eigentliche planerische Leistung der Wiederöffnung des Auer Mühlbaches in den Hintergrund drängen.

"Neuausschreibung eines Kunstwettbewerbes"
Antragsteller: Bettina Messinger, Martin Messinger (TEAM Auer Mühlbach)
Die Einwohnerversammlung möge beschließen:
Die Einwohnerversammlung fordert die Durchführung eines neuen Wettbewerbes zur künstlerischen Gestaltung "Wiederöffnung des Auer Mühlbaches Am Neudeck".
Die Einwohnerversammlung hält es für unverzichtbar, dass bei der Ausschreibung des Wettbewerbes als Auflage die angemessene Berücksichtigung der historischen Bedeutung des Auer Mühlbaches Am Neudeck (z. B. ehemalige Porzellanmanufaktur, Jagdschloss, Paulanerkloster, usw.) aufgenommen wird.
Der Bezirksausschuss 5 Au-Haidhausen ist bei der Durchführung des Wettbewerbes und bei der Entscheidungsfindung der Kunstkommission angemessen zu beteiligen.
Begründung:

Die Kunstkommission wurde 1985 vom Stadtrat lediglich zur Beratung des Stadtrates und der Verwaltung eingesetzt. Die Nutzer kommunaler Neubauvorhaben haben ausdrücklich das Recht, Vorschläge und Anregungen einzubringen. Weder die Bürgerinnen und Bürger, noch der Bezirksausschuss 5 Au-Haidhausen hatten bei der ersten Durchführung des Wettbewerbes und der Entscheidung der Kunstkommission die Gelegenheit, sich zu beteiligen.

Am Neudeck finden sich nicht nur die historischen Wurzeln der heutigen Paulanerbrauerei, sondern unter anderem auch die Ursprünge der heutigen Porzellanmanufaktur Nymphenburg.

Bei aller gewünschten Freiheit von Kunst muss sich ein zu installierendes Kunstprojekt mit der historischen Entwicklung und Bedeutung des Auer Mühlbaches Am Neudeck auseinandersetzen.

"Beseitigung des Bunkers Am Neudeck"
Antragsteller: Bettina Messinger, Martin Messinger (TEAM Auer Mühlbach)
Die Einwohnerversammlung möge beschließen:
Die Einwohnerversammlung fordert die umgehende Beseitigung des sichtbaren Bunkers Am Neudeck und die entsprechende Renaturierung der Hangkante.
Begründung:

Der Auer Mühlbach wird derzeit Am Neudeck mit großem Aufwand wiedergeöffnet. Die insgesamt ansprechende und beeindruckende Neugestaltung des Areals wird durch den historisch völlig unbedeutenden oberirdischen Bunker erheblich beeinträchtigt. Während dieses Überbleibsel vor der Wiederöffnung so gut wie nicht sichtbar war, drängt er sich dem Betrachter heute förmlich auf. Es ist davon auszugehen, dass er innerhalb kürzester Zeit z. B. mit Graffiti beschmiert wird. Eine Verletzungsgefahr für Kinder ist ebenfalls nicht auszuschließen.

Da nichts für einen Verbleib des unansehnlichen Betonbunkers spricht, soll er beseitigt werden. Die Hangkante ist an dieser Stelle wieder zu renaturieren.

Durch diese Maßnahmen gewinnt die gesamte Anlage erheblich.

Gestaltung des Geländes "Am Neudeck" am Auer Mühlbach
Antragsteller: Bettina Messinger, Martin Messinger (TEAM Auer Mühlbach)
Die Einwohnerversammlung möge beschließen:
Die Einwohnerversammlung fordert Auf dem Areal zwischen Klostergelände und Joseph-Holzer-Weg ist ein Kinderspielplatz einzurichten. Gegenüber der "Grünen Insel" sind statt der vorgesehenen Pappeln die ursprünglich von den Architekten geplanten Spitzeichen zu pflanzen. Begründung:

Zu 1.: Das Gelände bietet sich für einen ohnehin angedachten Kinderspielplatz an. Der Untergrund wurde bereits entsprechend vorbereitet. Die konkrete Einrichtung des Spielplatzes wurde allerdings noch nicht beschlossen. Die Einwohnerversammlung will durch diesen Beschluss die tatsächliche Realisierung vorantreiben.

Zu 2.: Nach Aussagen der Architekten Will und Valena waren gegenüber der "Grünen Insel", also neben dem Anwesen "Am Neudeck 3a", Spitzeichen geplant. Offenbar aus Kostengründen sind nun aber tatsächlich Pappeln vorgesehen.

Da Pappeln zweimal im Jahr erhebliche Mengen an weißen Flocken absondern, ist von einer nicht gewünschten Beeinträchtigung des gesamten Areals auszugehen. Am ursprünglichen Plan der Spitzeichen ist daher nicht zuletzt aus Gründen des schlüssigen Gesamtkonzeptes festzuhalten.

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