Düker (Beginn)

Düker (Beginn des Auer Mühlbaches)

Hier wird der Auer Mühlbach aus der Isar abgeleite

Hier wird der Auer Mühlbach aus der Isar abgeleite

Zentrallände 35

Wenn wir unseren Spaziergang an der Abzweigungsstelle des "Auer Mühlbachs" beginnen wollen, müssen wir auf die westliche Seite der Isar wechseln, denn kurioserweise entspringt der "Auer Mühlbach" auf der linken Isarseite. Zu diesem wasserbautechnischen "Salto mortale" kam es, nachdem die Kanalbauer sicher gehen wollten, dass die geschwächte Isar auch im Sommer genügend Wasser für den Mühlbach abgeben kann. Seither erhält der "Auer Mühlbach" - wie es sich für einen Industriebach gehört - pralle zehn Kubikmeter Wasser in der Sekunde aus dem Isarkanal. Der Mühlbach wurde mit der Erbauung des Isarkanals - in den Jahren 1905 bis 1907 - am Flusswehr südlich von Maria Einsiedel dem Kanal abgezapft und fließt seither in einem "Düker" - einem Tunnel - unter der Isar hindurch. Erst danach kommt er - gut getarnt - im Tierpark auf der rechten Isarseite zum Vorschein.

Der Düker (englisch inverted syphon, französisch aqueduc-syphon) ist ein Kreuzungsbauwerk mit dem eine Wasser- oder Abwasserleitung als Unterquerungs-Druckleitung unter einem Geländeeinschnitt, oder einem Hindernis (Bauwerk, Fluss, Bahngeleise etc.) hindurchgeführt wird

Der Auer Mühlbach wurde zuerst rechts der Isar am Auer Senkbaum gegenüber der Zentrallände aus der Isar ausgeleitet und bei der Kohleinsel, der heutigen Museumsinsel, wieder zurückgeführt. 1893 wurde der Mühlbach bis zur Maximiliansbrücke verlängert. Seit dem Bau des Südwerkes I im Jahr 1906 erhält der Auer Mühlbach über einen Düker vom Kraftwerkskanal (Isarkanal) das ihm zustehende Wasser.

"Der Auer Mühlbach auf dem rechten Isarufer wird an der Marienklause aus dem Isarkanal ausgeleitet und quert in einem Düker die Isar. Dieser Bach hat früher mehrere Werkbäche gespeist und treibt auch heute wieder vier Kraftwerke (Kraemer sche Kunstmühle, Bäcker-Mühle, Eisfabrik und Maxwerk) an" (Landeshauptstadt München).

Seit 1920 verbindet der so genannte "Marienklausensteg" für Fußgänger/innen die Stadtteile Harlaching und Thalkirchen. 1994 wurde die Brücke erneuert. Die neue Konstruktion besitzt ein filigranes Raumfachwerk aus Holz, das sich in Bögen von Pfeiler zu Pfeiler spannt. Als Gehwegbelag dienen offen verlegte Eichenbohlen. Die Planer orientierten sich an der historischen Anlage mit der ehemaligen Floßgasse und der noch bestehenden Auermühlbachschleuse.

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