Chronik des Eiswerkes

Chronik des Eiswerkes am Auer Mühlbach

1879 Entstehung
Besitzer der Spießmühle, einer der vielen Mühlen am Auer Mühlbach, ist Frau Walburga Wagenmüller, Mühlbesitzerwitwe

30. Juli 1880
Erwerb der Spießmühle mit 6 Mühlrädern und den dazugehörigen Wasserrechten durch die im Jahr 1879 gegründete Gesellschaft für Lindes Eismaschinen, Wiesbaden.

August 1880
Ausführung der Grund und Betonarbeiten für eine Wasserturbine während des jährlichen Bachauskehr des Auer Mühlbaches innerhalb von 12 Tagen.

1881
Installation der Wasserturbine und der Linde Kälteanlage für das Eiswerk mit einer Leistung von 80 Tonnen Blockeis am Tag.

15.07.1933
Notiz aus dem Revisionsbericht
"Der Zustand der Anlage ist dem hohen Alter entsprechend gut!"

1945
Zerstörung des Gebäudes durch Kriegseinwirkungen

1946
Wiederaufbau des Gebäudes in der jetzigen Erscheinung Wiederinbetriebnahme der Eiserzeugungsanlage

1965
Stilllegung des Eisgenerators und Umbau der Anlage auf Raumkühlung mittels Solekühler mit Hoesch Edelsole Pa 9 Rot

1967
Letzte Revision der Anlage durch die Fa. Linde

1971
Stilllegung der Kälteanlage nach 90jährigem Betrieb

2000
Renovierung des inzwischen unter Denkmalschutz gestellten Gebäudes und Restaurierung des alten Kompressors und der Turbine
Nutzung der Räumlichkeiten als historisches Maschinenhaus für besondere Anlässe

Als weitere Besitzer des Eiswerkes sind aktenkundig:
The United Anglo Continental Ice Company Limited, London
Edward Schmidt, Civilingenieur München
Vereinigte Münchener Eiswerke, Eduard Schmidt & Co
Vereinigte Münchener Eiswerke, Ortlieb & Edenhofer
Paulanerbräu, Salvatorbrauerei und Thomasbräu AG

Geschichte der Kälteanlage

Bau der Kälteanlage bestehend aus:
- Ammoniak-Doppelverdichter 2x14, Leistung 350 KW
- -2 Tauchrohrverflüssiger
- Eisgenerator mit 2660 Zellen für 25 kg Blöcke
Eisleistung 66.500 kg bei 20 Stunden Gefrierzeit
- 22.500 kg Gewerbesalz für 92 m 2; Kochsalzsole

Neuer Eisgenerator
1920 Zellen für 25 kg Blöcke
Abmessungen 16 m x 8,2 m x 1,65 m hoch

In der Ohlmüllerstraße 44 stand das Verwaltungsgeäbude der Vereinigten Münchner Eiswerke.

Innenansichten einer alten Eisfabrik

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