Neubau der Brauerei

Wegzug der Brauerei

Mit der Entscheidung der Paulaner Brauerei, ihre Produktion und ihre Logistik nach Langwied zu verlagern, wo eine neue, moderne Braustätte entstehen soll, wird ein großes Areal für eine innerstädtische Quartiersentwicklung frei: rund 90.000 m Grundstücksfläche zum Wohnen, Leben und Arbeiten mitten in München. Nur die Verwaltung bleibt in der Au.

Die Paulanerbrauerei hat ihren Standort nach Langwied verlegt.
Chronologie
26. September 2012 Mit Stadtratsbeschluss wird das Verfahren zur Änderung des bestehenden Bebauungsplans offiziell gestartet. I
August 2013 Der Fassadenwettbewerb ist abgeschlossen.
25. September 2013 Der Stadtrat bewilligt den geänderten Bebauungsplan.
Dezember 2013 Die Genehmigung zum Betrieb der Brauerei nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz wird erteilt.
Anfang 2014 Beginn der Bauarbeiten auf dem Gelände
3. Juni 2014 Paulaner feiert Grundsteinlegung für die neue Brauerei.
08-11 2014 Die Gär- und Lagertanks werden zur Brauerei geliefert. November 2014
Ende 2014 Die meisten Gebäudehüllen sind geschlossen. Der Innenausbau läuft auf Hochtouren.
April 2015 Der neue Sudhauskamin wird aufgestellt mitsamt einem Nistplatz für Wanderfalken, so wie am bisherigen Standort am Nockherberg.
Mai 2015 Start der Anlieferung der Abfüllanlagen
Mai 2015 Die Arbeiten zur Inbetriebnahme haben begonnen.
14. August 2015 Mit dem Braumeisterumzug ziehen Braumeister und die Original Paulaner Bierhefe in die neue Brauerei ein.
15. September 2015 Die Brauerei wird mit zahlreichen Gästen, darunter Oberbürgermeister Dieter Reiter, feierlich eröffnet.
Februar 2016 Vollbetrieb in Langwied
März 2016 Einstellung des Betriebs am Nockherberg
(Quelle und mehr Infos dazu: www.brauerei-langwied.de)
Dezember 2017 - neues Verwaltungsgebäude der Brauerei in der Ohlmüllerstraße

Auf dem ehemaligen Brauereigelände an der Ohlmüllerstraße werden ca. 200 Wohnungen und der neue Verwaltungssitz (früher Hochstraße) der Brauerei gebaut. Die Verwaltung soll mit 250 Mitarbeitern in den sanierten denkmalgeschützten Zacherlbau sowie in einen Erweiterungsneubau an der Ohlmüllerstraße ziehen.
Dieses Areal, auf dem rund 1.400 Wohnungen für rund 3.000 bis 3.500 Menschen und weitläufige Frei- und Grünflächen entstehen sollen, wird die Bayerische Hausbau in enger Abstimmung mit der Landeshauptstadt München und unter Beteiligung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger entwickeln.

"Wettbewerb für das Verwaltungsgebäude: Für das Paulaner-Verwaltungsgebäude gibt es einen gesonderten Realisierungswettbewerb, der am 1. März 2013 entschieden wurde. Unter Einbeziehung des denkmalgeschützten Zacherlbaus und der Linde-Eismaschine am Auer Mühlbach wird an der Ohlmüllerstraße ein neues Gebäude entstehen - nach dem Preisträgerentwurf des Büros Hierl Architekten BDA DWB aus München mit Koeber Landschaftsarchitekten. Der Zacherlbau, der im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört wurde, wird in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde und dem Landesamt für Denkmalpflege saniert und durch das Verwaltungsgebäude auf etwa 8000 Quadratmeter erweitert. Die Eismaschine von Carl von Linde ist weltweit die älteste, die noch an ihrem ursprünglichen Ort steht. Auch sie steht unter Denkmalschutz und bleibt erhalten." (Quelle: www.muenchen.de)

Geplant ist auch ein Kindergarten und eine Fläche für den Einzelhandel. Außerdem wird es neue Durchwegung der Fläche geben. Ein Stück Auer Mühlbach wird wieder für die BürgerInnen erlebbar.

Der erste Platz beim Wettbewerb für das Teilgebiet Ohlmüllerstraße (Wohnungen und Kindergarten)ging an Steidle Architekten aus München. Das Preisgericht bewertete positiv die geschickte Positionierung des Kindergartens südlich des Auer Mühlbaches, die Öffnung des Blocks hin zum Auer Mühlbach mit einem stimmigen Abschluss durch ein höheres Gebäude sowie die gute Belichtung und Organisation der Gesamtanlage.
Aus der Bürgerbeteiligung und der ersten Sitzung des Preisgerichts am 28. Februar und 1. März 2013 wurden die Anregungen einer feingliedrigeren Kubatur der Gebäude, einer Anpassung der Dach- und Abstandsflächen und einer präziseren Ausgestaltung der Freiflächen umgesetzt. Das höchste Gebäude wird achtgeschossig, also niedriger als der jetzige Paulanerturm.

Weitere Informationen:www.muenchen.de und www.wohnen-am-nockherberg.de

2017 - Das neue Verwaltungsgebäude der Paulanerbrauerei (Ohlmüllerstraße)

"Hier stand früher die Zacherl’sche Bierbrauerei. Mit dem Umzug der Verwaltung aus der Hochstraße in die Ohlmüllerstraße kehrt Paulaner also zu seinen Wurzeln zurück. "Jetzt sind wir wieder da, wo wir herkommen. Man hat das Gefühl, man ist wieder dahoam", sagt Chef Andreas Steinfatt.

Nach zwei Jahren Bauzeit sind 270 Mitarbeiter (insgesamt sollen es 330 werden) am 12. Dezember 2016 in das neue Verwaltungsgebäude eingezogen. Die Kosten für den vom Münchner Architekturbüro Hierl entworfenen Neubau liegen im zweistelligen Millionenbereich." (Bericht Abendzeitung 16.02.2017)

2017 - Das neue Verwaltungsgebäude der Brauerei

2006 - Planungen einer 3. Sudlinie wurden eingestellt - da die Brauerei nach Langwied umzieht

Paulaner übergibt die komplett renovierte

Paulaner übergibt die komplett renovierte

Treppe von der Hochstraße zum Auer Mühlbach an die Öffentlichkeit (hier an 3. Bürgermeister Hep Monatzeder und Stadtrat Alexander Reissl).

Die Paulaner Brauerei GmbH und Co. KG beabsichtigte ihren Brauereibetrieb in München durch den Neubau einer dritten Sudlinie mit Gärkeller und Lagerkeller sowie Nebeneinrichtungen zu erweitern. Dafür soll der Standort an der Ohlmüllerstraße 42 umgebaut werden. Das Betriebsgrundstück umfasst auch einen bisher ungenutzten Bauteil an der Ohlmüllerstraße. Zu diesem Gebäudebestand gehören erhaltene, denkmalgeschützte Teile des Gebäudetraktes der ehemaligen Zacherlschen Bierbrauerei. Die Brauerei wurde 1822 im klassizistischen Baustil errichtet und ist auch heute noch von der Straße aus erlebbar.Die Gebäude waren mehrfach für Brauerei- und Mälzereizwecke umgebaut worden. Nach schwerer Beschädigung im Zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude behelfsmäßig hergerichtet, stehen aber nun seit langem leer.

Geplant ist, nach einem Umbau des Gebäudeinneren die neue Sudlinie der Paulaner Brauerei unter Berücksichtigung der historischen Fassade zu errichten. Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, die Sudkessel sichtbar in das Gebäude zu integrieren und das Gebäude für die interessierte Öffentlichkeit einsehbar zu gestalten. Im Rahmen des am 13.02.2006 erteilten immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens wurde dem Bauherrn empfohlen, zur Qualitätssicherung der Fassade des Betriebsgebäudes ein gutachterliches Verfahren mit mehreren Architekturbüros durchzuführen. In diesem Gutachterverfahren sollte dabei die Frage, ob die Fassade und wie viel von ihr erhalten bleibt, geklärt werden. Dieses Gutachterverfahren fand in der Zeit vom Mai bis Juli 2006 statt. Es nahmen fünf geladene Architekturbüros teil. Das Beratungsgremium setzte sich aus Fachleuten, Vertreterinnen und Vertretern der Stadtratsfraktionen, der Bezirksausschussvorsitzenden Frau Dietz-Will sowie einer fachlichen Vertretung städtischer Referate zusammen. Am 27.07.2006 fand die abschließende Beratungsgremiumssitzung statt.

Einstimmig wurde die Arbeit von Florian Nagler Architekten als erster Preis prämiert und vom Beratungsgremium zur Realisierung empfohlen. Der Entwurf erhält den denkmalgeschützten Teil der Fassade und ergänzt den Bestand durch einen anschließenden Neubau mit neuem Haupteingangsbereich. Die bestehende Gebäudehöhe wird durch Neubau und Fassade fortgeführt, es entsteht eine Einheit von alt und neu.

An der städtebaulich bedeutenden Ecke an der Einfahrt wird ein Platz geschaffen, der zusammen mit einer öffentlich nutzbaren Passage durch das Gebäude eine neue Wegeverbindung durch das Brauereigelände herstellt. Die Fassade wird entlang der Straße freigestellt angeordnet und lässt dahinter Raum für eine Arkade (in der oberen Skizze rechts).Durch diese Freistellung des Innenraums wird der Produktionsvorgang mit dem Sudkessel für die interessierte Bevölkerung einsehbar und erlebbar. Der Entwurf schafft somit einen Gewinn für den öffentlichen Raum und für die Darstellung der Vorgänge in einem Sudhaus.

Die Paulanerbrauerei will sich mit dem Umbau allerdings Zeit lassen, frühestens Ende 2007 sollen die Maßnahmen beginnen. Nach einem Führungswechsel an der Spitze der "Brau Holding International" müssen die Investitionen neu bewertet werden, auf das Startsignal werde noch gewartet. Das Bier wird also frühestens im Frühjahr 2009 in die neuen Lagertanks fließen.

Nicht ganz ohne Verwunderung wurde das Ergebnis des Fassadenwettbewerbs beurteilt. Schließlich ist der geplante wuchtige Baukörper direkt am Auer Mühlbach und seiner historischen Bedeutung zumindest gewöhnungsbedürftig. Vielleicht lag es aber auch daran, dass der Denkmalschutz zu keinem Zeitpunkt eingeschaltet worden war bzw. zu den Sitzungen nie erschienen war.

Für neue Aufregung sorgt die Tatsache, dass in den jüngsten Plänen zur Fassaden- und Grundstücksänderung der geplante Fußweg am Auer Mühlbach nicht mehr auftaucht. Trotz einer ausdrücklichen Zusage der Paulener-Brauerei fehlt dieser nun. Der Bezirksausschuss hat bereits entsprechend protestiert.

Eigentlich hat Paulaner in der Vergangenheit durchaus Sinn und Engagement für den Auer Mühlbach gezeigt. So wurde am 21. Mai 2006 die Treppe von der Hochstraße zum Auer Mühlbach frisch renoviert der Öffentlichkeit übergeben. Hundert Jahre zuvor hatte die Paulaner diese Treppe gebaut.

Diese Planungen wurden eingestellt, da die Paulanerbrauerei nach Langwied umzieht:www.brauerei-langwied.de

In eigener Sache: Wir sind laufend bemüht, die Seiten auf den aktuellen Stand zu halten. Aus zeitlichen Gründen gelingt uns das immer nicht. Wenn sie wissen wollen, was gerade aktualisiert oder ergänzt wurde, schauen sie einfach unter Aktuelles nach.