Quellenstraße

Am Kegelhof, Münchens erstem Industrieviertel, verläuft die Quellenstraße. Am Mühlbach lag ehemals die Bachgasse, am anderen Ufer die Fischergasse, am Hang hieß die Gegend Bergleite und ganz oben war man auf dem Lilienberg. Parallel zum Bach drängten sich dicht nebeneinander Herbergen, die heute alle abgerissen sind, obwohl manche sogar den Bombenkrieg überstanden hatten. Die letzte Herberge fiel wegen Baufälligkeit erst 1963 der Spitzhacke zum Opfer, um am Hang eine schmale Grünzone entstehen zu lassen.

Die Herbergen der Quellenstraße wurden wegen ihres malerischen Aussehens oft gezeichnet und photographiert. Das Leben der Bewohner war allerdings weniger malerisch. Ihre Häuser konnten wegen der Feuchtigkeit, die von den vielen, aus dem Hochufer hervortretenden Quellen herrührte, meist nur ab dem ersten Geschoss bewohnt werden.

Parallel zum Bach drängten sich dicht nebeneinander Herbergen, die heute alle abgerissen sind, obwohl manche sogar den Bombenkrieg überstanden hatten. Aufgrund der fehlenden Kanalisation wurden Abfälle und Abwässer jeglicher Herkunft in den Mühlbach geschüttet. Eine städtische Verordnung bestimmte, dass dies "nur während der Nacht geschehen durfte, da die Frauen tagsüber ihre Wäsche im Mühlbach wuschen".

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