Straßen

Hier listen wir alle Straßen auf, die am Auer Mühlbach entlang führen.

Verzichtet haben wir auf die namentliche Nennung der vielen kleinen und größeren Wege. Eine der Erklärungen ist erfunden. Viel Spaß beim Raten. Die Lösung finden Sie am Ende der Seite.


Georg-Riedmeier-Weg - 2017: Ein Weg, der vom Paulanerplatz zunächst in nördlicher Richtung, parallel zum Auer Mühlbach, dann nach Westen bis zur Lilienstraße verläuft.
Georg Riedmeier, geb. am 3.2.1917 in München, gestorben am 7.3.1974, Mitglied in der sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ), er hatte Kontakt zur Widerstandsgruppe um Johann Fried; wegen "Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens" wurde der zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, nach Verbüßung der Haftstrafe wurde er im KZ Dachau von 1937-1939 wegen seiner politischen Gesinnung auf Betreiben der Gestapo in "Schutzhaft" genommen. Georg Riedmeier lebte als Jugendlicher in der Au.

MarienklausenbrückeThalkirchen - Um 1865: Nach der Marienklause am Isarhang, die der Schleusenwärter, Martin Achleitner, 1865/66 in Erfüllung eines Gelübde erbaute. Martin Achleitner lebte von 1823 bis 1882. Er war ein verdienter Münchner Wasserbaumeister und Schleusenwärter an der Marienklause. Zusätzlich baute er die ersten Wege über den Isarhang.

Hochleite Harlaching - 1907: Nach dem Verlauf des Weges, der hoch über der Isar entlang dem Abhang (Leite) führt. In Bayern für Steilhänge gebräuchlich.

Harlachinger Berg Harlaching - 1951: Nach Harlaching dem südöstlichen Stadtteil und der Gartenvorstadt von München, 1854 als Ortsteil von Giesing eingemeindet; Urkundlich im 12. Jahrhundert als Hadelaichen erwähnt.

Gehwolfweg Harlaching - 1982: Annemarie Gehwolf (1920 - 1978) stiftete ca. 400.000,- DM für das Münchner Kindl-Heim.

Siebenbrunnerstraße Harlaching - 1906 nach Siebenbrunn, einem einzelnen Anwesen, das 1753 als Edelsitz erwähnt wird (jetzt im Gelände des Tierparks Hellabrunn), benannt nach sieben Quellen, die sich früher dort zu einem Bach vereinigten.

Tierparkstraße Harlaching - 1914 nach dem zoologischen Garten München, der Tierpark Hellabrunn AG, in den Isarauen im Stadtteil Thalkirchen 1911 angelegt, 1928/29 wieder neu eingerichtet.

Schönstraße Giesing/Harlaching - 1891: Heinrich Schön d. Ä., Baumeister; seit 1591 für den Münchner Hof tätig, beteiligt an der Ausstattung der Michaelskirche; von 1608-1620 Hofbauamtsverwalter, leitete ab 1610 den Neubau der Westfassade der Münchner Residenz, arbeitete nach Peter Candids Skizzen Pläne für den Bau des Kaiserhofs der Residenz aus, baute 1605 den jetzigen Hofgartentempel.

Mörikestraße Harlaching 1906: Eduard Mörike (1804 - 1875), war von 1826 - 1834 Pfarrer in Cleversulzbach (heute bei Neuenstadt am Kocher); aus Gesundheitsgründen früh pensioniert, lebte er später nur für seine Dichtung; Beispiel: sein unvollendeter Roman "Maler Nolten".

Harlachinger Straße Harlaching - 1881 - siehe Harlachinger Berg

Birkenleiten Untergiesing - 1856 nach einem früheren mit Birken bewachsenen Berghang.

Drumbergstraße Giesing - 1951 nach einem alten Flurnamen; Drum ist eine alte Bezeichnung für ein Teilgrundstück; Drumberg erinnert an die früheren Weigartenparzellen entlang dem Isargang in der Au und Giesing.

Paula-Herzog-Weg Untergiesing - 1990: Paula Herzog (geboren 1921, verstorben 1988) war in den Jahren von 1965 bis 1988 Mitglied des Bezirksausschusses von Untergiesing. Ihrer Initiative im Bürgerparlament ist unter anderem die Errichtung der Brücke über den Auer Mühlbach zu verdanken. Auch für ältere und behinderte Menschen setzte sich die Stadtteilpolitikerin engagiert ein. Zwei Jahre nach ihrem Tod wurde der Weg in Untergiesing nach der engagierten Bürgerin benannt.

Lohstraße Giesing - 1814 Lohe ist der Name eines Dorfes, das 1814 mit Giesing (dem heutigen Untergiesing) vereinigt wurde; das Wort Loh deutet daraufhin, dass der Ort am Rand des sumpfigen Isarauen lag

Waldeckstraße Untergiesing - 1899: Nach Waldeck (Waldögkh) auf Pestberg; nach dem altbayerischen Adelsgeschlecht der Waldecker; ein Familienmitglied war bis 1340 Besitzer einer Schwaige (Gut), der späteren Menterschwaige in Harlaching.

Jakob-Gelb-Platz Untergiesing- 1931 Jakob Gelb (gestorben 1718) Gastwirt; er nahm sich der Witwen und Waisen, der in der Sendlinger Mordweihnacht (1705) gefallenen Zimmerleute an.

Scharfzantweg Giesing - 1976: Scharfzant hieß ein altes Münchner Patrizier- und Ratsherrengeschlecht des 14. bis 16. Jahrhunderts; Wilhelm Scharf stiftete 1493 eine der schönsten Glasmalereien im Münchner Dom, das "Scharfzantfenster" über dem Hochaltar.

Cannabichstraße Untergiesing - 1902: Johann Christian Cannabich (1731 - 1798), Violinvirtuose und Komponist; übersiedelte 1778 mit dem Hof von Kurfürst Karl Theodor von Mannheim nach München als Konzertmeister und Operndirektor.

Poißlweg Giesing - 1883 nach dem urbayerischen Ausdruck für Pause (Poißl) benannt. Ein kleines Gasthaus dort wurde besonders gerne von den Gerbern besucht.

Giesinger Berg Giesing - 1894: Die Ortschaft Giesing, schon um 790 als Kyesinga beurkundet, ist seit 1854 nach München eingemeindet.

Mondstraße Giesing - 1877 nach dem einer Mondsichel ähnelnden Verlauf einer Straße.

Kupferhammerweg Untergiesing - 1867 an dieser Straße stand früher ein Häuschen mit dem Namen zum Kupferhammer-Sepp, einer der Bewohner arbeitete nämlich in dem Kupferhammer-Walzwerk links der Isar.

Am Mühlbach Giesing - 1856 nach dem Auer Mühlbach, der unter Herzog-Wilhelm VI. Ende des 16. Jahrhundert bei Harlaching künstlich von der Isar abgeleitet wurde.

Hebenstreitstraße Giesing - 1998: Hebenstreit nannte sich eine berühmte Münchner Glaserfamilie im 16./17. Jahrhundert.

Kolumbusplatz Untergiesing - 1916: Nach dem Entdecker Amerikas, Christoph Kolumbus.

Dollmannstraße Au - 1897: Georg von Dollmann (1830 - 1895); Architekt; Schüler von Leo von Klenze.

Entenbachstraße Au - 1857 nach einem Wasserarm der Isar, der früher ein Tummelplatz für die vielen Enten, der dort wohnenden Züchter und Händler war.

Falkenstraße Au - 1857 nach der früheren, zu Haidhausen gehörenden Falkenau, die nach der Falknerei benannt war, welche im 16 Jahrhundert dem Jagdschlösschen von Herzog Albrecht V. angefügt wurde.

Am Feuerbächl Au - 1857 nach dem hier 1806 gebauten Abwasserkanal, der auch als Löschwasserreservoir diente.

Am Nockherberg Au - 1857: Nach der Bankiersfamilie Nockher, die seit dem frühen 18. Jahrhundert in München wohnhaft war; die Familie besaß ein Sommerhaus, das sog. Nockherschlößchen, an dieser Bergstraße.

Am Neudeck Au - 1857 nach dem Jagdschlösschen Neudeck, des Herzog Wilhelm IV., das 1660 zum Paulaner Kloster kam (heute nicht mehr vorhanden).

Joseph-Holzer-Weg Au - nach Monsignore Dr. Joseph Holzer,
* 20. 05.1904 in Kugelmühle, zum Priester geweiht am 29.06.1930 in Freising, tätig als Kaplan in München - St. Sylvester, in München - Christkönig, Stadtpfarr-Prediger in Mariahilf in der Au, dort Stadtpfarrer von 1946 bis 1975, 18.10.1977 in Garmisch

Hochstraße Au - 1857 nach der Lage der Straße auf der Höhe des steil abfallenden rechten Isarufer.

Quellenstraße Au - 1857 nach den vielen aus dem dortigen Isarhang hervor sprudelnden Quellen.

Fischerweg Au - 1934 nach den früher hier ansässigen Fischer.

Kegelhof Au - 1857 nach dem Kegelhof (Kögelhof), einen ehemaligen Anwesen, das zu der nach ihren Besitzer benannten Kögelmühle gehörte. Eine andere Deutung: nach dem Kegelmüller, dem der Kegelhof gehörte.

Riggauerweg Au - 1927: Konrad Riggauer (1853-1927), Landesgewerberat, langjähriger Gemeindebevollmächtigter, Magistratsrat und Stadtrat in München für die Zentrumspartei bzw. die BVP (von 1893 bis 1927).

Lilienstraße Au - 1857 nach ihrer Lage unterhalb des Lilienbergs, auf dem sich seit dem 17. Jahrhundert (bis 1803) ein Frauenkloster und eine Kapelle befand. Reste des Gebäudes finden sich im heutigen Haus des Ostens (Am Lilienberg).

Ludwigsbrücke (seit 1288 als Isarbrücke, wie sei bereits in der so genannten Gründungsurkunde von 1158 als Brücke über die Isar genannt wurde; heute Ludwigsbrücke) Isarvorstadt - 1828: nach Ludwig I. Karl August (1786 - 1868), König von Bayern, Sohn König Maximilians I. Joseph.

Zellstraße Haidhausen - 1965 Clemens Zell (1875 bis 1958) war berufsmäßiger Stadtrat und Leiter der städt. Elektrizitätswerke, er hat sich große Verdienste um den großzügigen Ausbau der Energieversorgung erworben.

Meillerwegstraße Haidhausen -1931: Franz Xaver Meiller (1852 - 1935) war Verwaltungsrat im Gasteigspital und hat sich besondere Verdienste um das Armen- und Fürsorgewesen der Stadt München erworben. Die Firma F. X. Meiller wurde in der Au (Lilienstraße 5) gegründet.

Maximiliansbrücke Lehel/Haidhausen - 1858: nach König Max II. von Bayern (1811 - 1864)


Sicherlich haben Sie die fehlerhafte Beschreibung schon erraten. Falls Sie aber auf Nummer sicher gehen wollen, verraten wir Ihnen hier die Auflösung des Rätsels: Bitte hier klicken!

Quelle: Die Münchner Straßennamen von Hans Dollinger, 1994, W. Ludwig Verlag in der Südwest Verlag GmbH & Co. KG, München

In eigener Sache: Wir sind laufend bemüht, die Seiten auf den aktuellen Stand zu halten. Aus zeitlichen Gründen gelingt uns das immer nicht. Wenn sie wissen wollen, was gerade aktualisiert oder ergänzt wurde, schauen sie einfach unter Aktuelles nach.