Entenbach

Entenbachstraße
Zitat aus Rambaldis Buch über Münchner Straßennamen von 1894:

"Läuft teils neben, teils über dem jetzt meist zugedeckten Entenbache hin. Seit langer Zeit wohnen hier Geflügelzüchter und Händler, welche ihren Pfleglingen gerne den an dieser Straße liegenden Wasserarm der Isar zum Tummelplatze anwiesen, woher dieser seinen Namen erhielt." Zitat aus Freudenberger's Buch Geschichte der Au 1913: "Schwere und häufige Überschwemmungen verursachte auch der Entenbach. Dieser entsprang an der Burgfriedensgrenze oberhalb der Pfaffenhäuser (Pfaffen, der übliche Ausdruck für Mönche. Die Pfaffenhäuser also den Mönchen gehörig, irgend einem Kloster), oberhalb der Birkenau (eine große teilweise mit Birken bewachsene Wiesenfläche zwischen dem Auermühlbach und der Isar bei Giesing hieß Birkenau ...) aus zwei Quellen, welche eine mehrere hundert Meter lange Strecke nebeneinander in vielen Windungen durch das so genannte Pfaffengesträuch nach der Au zu zogen und sich bei der langen Gasse (Ecke Schlotthauser-Entenbachstraße (die Entenbachstraße hieß im oberen Teile, von der Ohlmüllerstraße ab die lange Gasse. Die Zeppelinstraße hieß obere und untere Isarstraße)) vereinigten. Nach der Vereinigung floß der Entenbach gegen die Steinbauer-Häuser in der Boostraße und hierauf gegen das Deisböck-Haus (Apotheke), wurde an der Ohlmüllerstraße überbrückt. Die ganze linke Häuserreihe der Zeppelinstraße steht hier auf dem Bachbett. Beim Bereiteranger war wieder eine Brücke. Das Maschinenhaus bei Zimmermeister Dosch stand mitten im Bachbett. Gegenüber den Kasernenüberfällen mündete der Entenbach in die kleine Isar. Da der Bach die Grenze zwischen Au und München bildete, findet man in manchen Urkunden "Auer Ende Bach" geschrieben. Die Schreibweise Entenbach wird dadurch erklärt, daß die vielen Geflügelhändler in der Birkenau ihr Federviech darin baden ließen. Die Zuflüsse den Entenbaches waren ein offener Kanal von den Lotter'schen Überfällen. Dieser war aber bereits in den fünfziger Jahren versandet. Unterhalb der Lotter'schen Überfällen nahm er das Wasser eines Grabens auf, welcher durch den "Papiermühlanger" lief, vom Mühlbache abgeleitet war und die Deiglmayer'sche Öhlmühle trieb. Zwischen Ohlmüllerstraße und Bereiteranger kam endlich noch ein kleines Bächlein herein, welches schon überwölbt war. Bei der Kanalisation wurde der eine Arm des Entenbaches, das obere Entenbachl, mit dem vom Auermühlbache abgeleiteten Freibadbache verbunden und fließt nun durch den Entenbachstraßenkanal. Das untere Entenbachl geht direkt zur Isar. Der Entenbach wurde 1863 überwölbt."

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